{"id":16,"date":"2021-01-14T18:02:06","date_gmt":"2021-01-14T17:02:06","guid":{"rendered":"http:\/\/pluetscheid.de\/?page_id=16"},"modified":"2021-01-14T18:02:08","modified_gmt":"2021-01-14T17:02:08","slug":"gemeindewappen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/pluetscheid.de\/?page_id=16","title":{"rendered":"Gemeindewappen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"120\" height=\"134\" src=\"http:\/\/pluetscheid.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Wappen.gif\" alt=\"Bild: Wappen der Ortsgemeinde Pl\u00fctscheid\" class=\"wp-image-18\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Blasonierung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cIn Silber \u00fcber rotem Antoniuskreuz zweibl\u00e4ttriger Eichenzweig mit f\u00fcnf gestielten Eicheln\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ort unterstand f\u00fcr Jahrhunderte der Herrschaft Sch\u00f6necken als Lehen von Kurtrier. Sowohl Sch\u00f6necken wie auch Kurtrier haben als Wappenfarben Rot und Silber. Seit 1730 ist \u201eAntonius der Einsiedler\u201c, dessen Attribut das Tau-Kreuz als Figur in der untern H\u00e4lfte des Wappens eingebracht wird, Hauptpatron der Kirche im Ort. Der Eichenzweig, in der nat\u00fcrlichen Farbe Gr\u00fcn, mit zwei Bl\u00e4ttern und f\u00fcnf gestielten Eicheln in der oberen H\u00e4lfte des Wappens, soll einmal die f\u00fcnf Ortsteile -Pl\u00fctscheid, Atzseifen, Gesotz, Geweberhof und Mauler M\u00fchle, symbolisieren und zum anderen auf fr\u00fcher wichtige Erwerbszweige wie Holzwirtschaft, Lohegewinnung aus Eichenstockeinschlag bei \u00fcber 50% Waldanteil, und die Eichelmast f\u00fcr Haustiere, so insbesondere der Schweine und speziell auf den Ortspatron bezogen, das Antoniusschwein, hinweisen. Der im 11. Jahrhundert gegr\u00fcndete Antoniterorden verrichtete die Pflege am Kranken. Zum Entgeld diente die sog. &#8222;Antoniussau&#8220;, die von allen Einwohnern durchgef\u00fcttert wurde um am Jahresende geschlachtet zu werden. Das Fleisch und Ger\u00e4ucherte selbst oder der Verkaufserl\u00f6s flossen dem Orden zu. Eine zeitweilig epidemisch auftretende Erkrankung war das &#8222;Antoniusfeuer&#8220;. Den Erkrankten starben H\u00e4nde und F\u00fcsse ab, sowie Ohren und Nasenspitze. Dargestellt auf dem Isenheimer Altar von Matthias Gr\u00fcnewald; &#8222;Die Versuchung des hl. Antonius&#8220;. Es handelte sich hierbei um eine seinerzeit nicht erkannte Vergiftung (Ergotismus) mit starken Pilzgiften, den Ergotaminen oder Mutterkornalkaloiden. Der Pilz Mutterkorn (Secale cornutum) erschien zeitweilig stark geh\u00e4uft an der Getreide\u00e4hre (lat. secale = Roggen) und wurde mit dem Korn ausgedroschen, gemahlen und mit dem Brot verzehrt. Um gehen zu k\u00f6nnen benutzten die Kranken nach Vernarbung ihrer Wunden Gehhilfen in Form von Unterarmkr\u00fccken. Auf alten Darstellungen ist der Stab des hl. Antonius eine solche Kr\u00fccke, so zu sehen auf einem Relief (15. Jh.) aus der alten Kirche in Irrhausen im Eifelkreis Bitburg Pr\u00fcm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Wappenentwurf, Zeichnung und Text: Dr. Christian Credner, Lambertsberg, Waltraud Junk, Josef Kapell und Robert Richter, Pl\u00fctscheid<br>genehmigt durch Kreisverwaltung Bitburg-Pr\u00fcm am 21.11.2007<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Blasonierung: \u201cIn Silber \u00fcber rotem Antoniuskreuz zweibl\u00e4ttriger Eichenzweig mit f\u00fcnf gestielten Eicheln\u201d Begr\u00fcndung: Der Ort unterstand f\u00fcr Jahrhunderte der Herrschaft Sch\u00f6necken als Lehen von Kurtrier. Sowohl Sch\u00f6necken wie auch Kurtrier haben als Wappenfarben Rot und Silber. 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